Wahrheit über Photovoltaik: Ist die Eigennutzung von Solarstrom rentabel?

Die deutsche Solarstromförderung ist im Umbruch. Seit Wirtschafts- und Energieminister Sigmar Gabriel die Reform des Gesetzes zu den Erneuerbaren Energien vorantreibt, ändern sich die Konditionen für die alternativen Energieerzeugung rasant. 2017 soll der Solarstrom die allgemeine Marktreife erreicht haben. Die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen wird bereits jetzt schon nicht mehr durch die Einspeisevergütung bestimmt, sondern durch die Eigennutzung. Die Experten gehen jedoch davon aus, dass der selbst erzeugte Solarstrom nur mit einem Anteil von mindestens 20 % bis 30 % Eigennutzung rentabel wird. 2014 streute sogar die Stiftung Warentest Bedenken, ob Solarstrom derzeit überhaupt für deutsche Eigenheime lohnt. Wir haben den Test für den Standort Regensburg gemacht. In Bayern wird der meiste Solarstrom produziert, Regensburg bietet mit seiner mittleren Lage in diesem Bundesland durchschnittliche Voraussetzungen.

Eigennutzung von Solarstrom in Regensburg

Die Stiftung Warentest machte drei Bedingungen fest, nach denen sich die Rentabilität von Solarstrom richtet:

  • günstiger Anschaffungspreis
  • sonnenreicher Standort
  • hohe Eigennutzung

Die hohe Eigennutzung wird garantiert mit einem Speichersystem für Solarstrom erreicht. Bis zu 90 % des selbst erzeugten Solarstroms können auf diese Weise für die Eigennutzung genutzt werden.

Hier ist die Rechnung ist einfach: 2015 erhalten neue Anlagen bis 10 kWp nurmehr eine Einspeisevergütung von 12 bis 13 Cent pro Kilowattstunde. Jede eingespeiste kWh kauft man von den Stadtwerken Regensburg doppelt so teuer zurück, denn der Grundversorgungstarif liegt in Regensburg bei durchschnittlich 26 Cent pro Kilowattstunde. Ein vierköpfiger Haushalt zahlt in Regensburg durchschnittlich etwa 1.200 Euro Stromkosten. Der Speicher für den Solarstrom ist so gesehen ein gutes Geschäft – er ist nur als neue Technologie noch etwas teuer. Aber durch die staatliche Förderung sinkt der Preis beispielsweise für ein Blei-Akku-System mit einer Kapazität von 5 kWh auf ca. 3.000 Euro. Wenn die Ersparnis eines Haushalts in Regensburg aus der Eigennutzung von Solarstrom jährlich ca. 450 Euro beträgt, hat sich der Solarstromspeicher über 7 Jahre rentiert. Dazu braucht es eine Eigennutzung von 40 %. Je höher die Eigennutzung, desto höher die Rentabilität.

Solarstromproduktion in Regensburg

Aber auch die anderen Kriterien sprechen für Solarstrom. Der günstige Anschaffungspreis für Solarmodule ist bereits seit zwei Jahren Realität. Die Kosten für 1 kWp sind von 2006 bis 2012 um die Hälfte gesunken. Heute sind Solarmodule zu einem kWp-Preis von unter 2.000 Euro zu haben.

Regensburg ist ein günstiger Standort für die Produktion von Solarstrom. Denn die durchschnittlichen Sonneneinstrahlungswerte liegen hier bei 1.210 kWh pro Quadratmeter. Damit erhöht sich die Nennleistung einer Solaranlage in Regenburg gegenüber dem Mittelwert in Deutschland (1037 kWh/m²) um fast 20 %. Solarstrom in Regensburg – besonders günstig!

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